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Das Spiel des Barden von Kevin Hearne

Willkommen zu meinem ersten Beitrag nach der Umstrukturierung meines Blogs. Für alle die es nicht mitbekommen haben und auch alle neue Leser: Ich werde auf meinem Blog nur noch Bücher vorstellen die in irgendeiner Form besonders, oder eben absolute Buchtipps sind.

Das erste Buch das ich vorstellen möchte ich von Kevin Hearne „Das Spiel des Barden“. Mein erstes Buch von diesem Autor ist es nicht. Ich habe bereits die ersten vier Bände seiner „Chronik des eisernen Druiden“ gelesen. Sein neuer Roman ist jedoch etwas völlig anderes, beginnend mit dem Genre. Es ist zwar noch immer Fantasy, aber nicht mehr Urban Fantasy wie die Druiden Reihe, sondern eine High Fantasy Welt. Ganz ohne Orks und Elfen, wird die Geschichte in einer klassischen Mittelalter-Fantasy Welt erzählt.

 

Das spiel des Barden

Die Welt

Teldwen ist in sechs Herrschaftsgebiete aufgeteilt. Die verschiedenen Völker leben in dem Land, in dem sich ihr Kenning gezeigt hat und sie es dort auch nutzen können. Kennings sind so etwas wie Gaben oder auch Fähigkeiten. Ein Grünärmel wohnt somit in Forn, da es dort einen dichten Wald gibt. Während eine Tidenhütter*in die Küste bevorzugt. Es gibt fünf Kennings die bis dahin entdeckt wurden.

 

Die Handlung

Wir steigen mitten in einem Konflikt in der Hafenstadt Pelemyn ein. Die Knochenriesen haben die Stadt fast überrannt. Durch Glück, Mut und Aufopferung der Tidenhütterin Tallynd du Böll,  konnten sie das schlimmste verhindern. Tallynd befand sich zum richtigen Zeitpunkt im Wasser und hat durch den vollen Einsatz ihres Kennings die Schiffe der Knochengiganten vernichtet. Doch dafür bezahlt Sie den hohen Preis ihrer Lebensjahre. Als sie noch ende zwanzig ins Wasser ging, war sie nach dem Angriff fast fünfzig.

Hilfe durch die anderen Völker ist unterwegs, verkündet der Barde Fintan. Bis dahin will er den Bewohner Pelemyn berichten was vorgefallen ist, bevor die Knochengiganten sie überfallen haben. Den der Barde besitzt auch einen Kenning, zwar keinen so starken wie andere, aber doch eine Gabe. Er kann die Gestalt der Person annehmen, deren Geschichte er zu erzählen hat. Dies ist auch der Aufbau des Romans. Der Barde erzählt uns durch mehrere Figuren, was in den verschiedenen Teilen von Teldwen bis zum heutigen Tag passiert ist.

Die Vorgeschichte dürfen wir somit durch den Barden erfahren. In der Gegenwart begleiten wir durch die Ich-Perspektive, Dervan du Bölbar. Er ist ein bryntischer Historiker und soll nicht nur die Geschichten des Barden notieren, er soll auch ihn bespitzeln und herausfinden was er vorhat.

 

Meine Meinung

Besonders hervorheben möchte ich die toll durchdachten und gezeichneten Figuren. Sie erhielten nicht nur interessante Namen, sondern unverwechselbaren Charaktere und ein einprägsames Aussehen. Das illustrierte Personenverzeichnis hat dem natürlich noch sein übriges getan.

Die ersten zweihundert Seiten sind zwar etwas überladen mit Informationen, aufgrund der vielen Personen und Handlungssträngen, aber das findet man in jedem guten High-Fantasy Roman. Nach meinem Geschmack wird es erst episch, wenn es kompliziert wird.

Da viele Geschichten über viele Personen erzählt werden, fühlt es sich trotz der 800 Seiten nicht langatmig an. Ich hätte mich dennoch besser in eine Geschichte fallen lassen können, wenn die Geschichtsteile etwas länger gewesen wären.  So werden wir leider sehr häufig, kaum haben wir uns eingefunden, zu lasten der Spannung wieder aus der Geschichte gerissen.

Positiv finde ich die Darstellung der Knochengiganten, also den Feind. Er bekommt auch seine Geschichte erzählt. So sind sie für uns keine dunkle Nazgûl, die durch und durch böse sind, sondern bekommen ein Gesicht und ihre Ansicht der Dinge.

Für alle die keine Brutalität in Bücher mögen, sei hier entwarnt. Trotzdem ist es nicht so, als müssten wir nicht ab und an mal eine Figur gehen lassen.

 

Mein Fazit

Wer keine Lust mehr hat auf High-Fantasy Romane mit Orks, Zwergen und Elfen und sich an Geschichten mit ungewöhnlichen Aufbau erfreut, ist hier genau richtig. Abgerundet mit aufwendig gestalteten und zahlreichen Figuren, einer großen High-Fantasy Welt und ein Konflikt das nicht so schnell durchscheinen lässt wohin die Reise geht. Es ist ein Roman den ich  allen Weltentaucher empfehlen möchte.

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