Alles über Heather

Roman aus dem Rowohlt Verlag über eine Mutter-Kind Beziehung

Alles über Heather  von Matthew Weiner

„Eine Geschichte, in der man von Zeile zu Zeile, auf eine Katastrophe zusteuert“

 

Mark und Karen Breakstone heiraten sehr spät. Karen war bereits vierzig, wollte aber nicht den erstbesten nehmen, nur weil Ihre Zeit ablief. Mark fand sie jedoch witzig, weil ihm eine Menge, lustiger Dinge auf seine Kosten passierten. Mark dagegen mochte Karen, weil sie nicht wusste wie schön sie war.

Sie heiraten und genossen den sozial Aufstieg, den sie damit erreichten. Als Karen Schwanger wird, scheint auch das Glück perfekt zu sein. Karen war sowieso, völlig unzufrieden in ihrem Job und da kam Mark, mit seiner finanziellen Absicherung und die Möglichkeit, sich nur noch auf das Kind zu konzentrieren perfekt.

Karen nimmt ihre Mutterrolle sehr ernst, fast zu ernst, denn sie fixiert sich bedingungslos in ihre Tochter. Mark schafft es, als seine Tocher Heather älter wird, nicht einmal mehr mit ihr zu sprechen, da Karen auch gelernt hat für ihre Tocher zu antworten. Für die Beziehung ist es eine zerreiß Probe, wenn man es den überhaupt noch eine Beziehung nennen kann.

Robert Klasky wird zehn Jahre, vor der Geburt von Heather, von seiner allein erziehenden, Alkohol und Heroin süchtigen Mutter geboren. Bevor er Heather kennen lernt, bleibt seinem Schicksal nicht aus, dass er im Gefängnis landet.

Meinung 

Ich finde dieses Buch in vielerlei Hinsicht verstörend. Heather als Mensch, ist mir sehr unwirklich. Schon mit fünf Jahren, hat sie eine Beobachtungsgabe, die kein Kind besitzen kann, so fragt sie eine Frau in der U-Bahn, wieso sie den weint, obwohl sie dies gar nicht tut. Als sie nicht reagiert, sagt ihr Heather, dass die Menschen immer glauben in der U-Bahn allein zu sein, obwohl sie es gar nicht sind.

Das Karens Mutterliebe völlig übertrieben und ungesund für alle beteiligten ist, wurde mir schnell klar. Da stellt sich unweigerlich die Frage, wie sich Heather entwickeln wird. Und was hat das ganze mit Robert auf sich, welche Rolle wird er in der Geschichte einnehmen? Der Autor hat es geschickt gemacht, dass er dem Leser eigentlich schon in die Hand gegeben hat, dass etwas schlimmes passieren wird. Ich war mir ziemlich sicher zu wissen, wie das Buch enden wird, aber mein Szenario im Kopf ist überhaupt nicht eingetreten, sondern etwas völlig anderes.

Ich mochte die sinnbildhafte Verwendung des „Aus der Asche Entstandenen Phönixes“ – tut mir leid, mehr kann ich dazu nicht sagen, um nicht zu viel zu verraten – andererseits, nervte mich die völlig sowas wie die unnötige Traumerzählung, aber das kann auch an meiner Obsession zu Traum Beschreibungen liegen.

Fazit 

Schlussendlich kann ich sagen, dass mich diese kurzweilige Geschichte, mit Abstrichen, für ein paar Stunden gut unterhalten konnte. Dennoch halte ich den Hype für überbewertet und hätte mir weniger Klischees gewünscht.

Ich vergebe:

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  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (22. Januar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499291460
  • ISBN-13: 978-3499291463

 

Alles über Heather - von Mattew Weiner

 

 

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