Über die Reihe zum nominierten für den deutschen Phantastik Preis

Die Phileasson-Saga 1-4 von Robert Covus und Bernhard Hennen – Spoilerfrei

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Über die Entstehungsgeschichte und ihren Autoren:

Die Phileasson-Saga ist entstanden durch ein mehr als 20 Jahres Rollenspiel, geschrieben von Bernhard Hennen für das Rollenspielsystem DSA ( Das schwarze Auge), das immer noch gespielt wird. Bernhard Hennen kehrt nun wieder nach Aventurien zurück und hat einen Co-Autoren „Robert Corvus“ an Bord ,weil dieses Projekt viel zu umfangreich ist für einen einzelnen Autoren, sagt Bernhard Hennen in mehreren Interviews und Lesungen.

Da es sich um zwei Schiffsmannschaften handelt, war die Frage nach der Aufteilung, somit recht einfach geklärt. Herr Hennen schreibt für Beorn und Herr Corvus für Phileasson. Das ist auch für die Leserschaft sehr praktisch, denn genau aus diesem Grund, müssen wir nicht so lange auf die Erscheinung der neuen Bände warten. Im April 2016 ist der erste Band erschienen, zum jetzigen Zeitpunkt ( Mai 2018 ) dürfen wir bereits in fünf Bände der Saga eintauchen. Band sechs ( Totenmeer )  wurde aktuell leider von Robert Corvus bestätigt, das der Erscheinungstermin im September 2018 nicht eingehalten werden kann, wohl aber noch dieses Jahr herauskommen wird.

Beide Autoren sind mir sehr sympathisch, als goodie zu den tollen Büchern, sind beide Autoren ( Robert Corvus vorneweg ) sehr aktiv in den sozialen Medien. Außerdem streamt Robert Corvus regelmäßig „Schreibzeichen“ auf seinem gleichnamigen YouTube Channel. Dort erzählt er nicht nur über seine aktuellen Projekte, sondern gibt auch hilfreiche Tipps für alle Nachwuchs Autoren, oder die es gerne mal werde möchten.

Diese Reihe ist für den deutschen Phantastik Preis 2018 in der Kategorie „Beste deutschsprachige Serie“ nominiert. Hat er den Preis verdient?

Worldbuilding 

Die fiktive High-Fantasy Welt in der die Geschichte spielt ist Aventurien. Dort leben allerlei menschliche Kulturen, sowie auch andere Geschöpfe und Kreaturen, die eine Welt des High-Fantasy Genres so ausmacht. Diese vielfalt lernen wir jedoch erst im laufe der Fortsetzungen kennen.

Der Aufbau

  • Die Bücher beginnen mit einem langen Prolog, der sich immer auf die Geschichten einzelner Charaktere bezieht, die uns zunächst auch in Folge Bänden unbekannt sind, aber im Verlauf des Buches dazu stoßen werden. ( Meine persönlichen Hightlights)
  • Wir haben einen Grundplot ( auf den ich noch näher eingehen werde zum ersten Band)  mit 12 Aufgaben.
  • Jedes Buch hat ein eigenes Thema und Setting.

:

Band 1 Norwärts

Asleif Foggwulf Phileasson oder auch „der Entdecker“ und Beorn, der Blender oder auch „Der Pflünderfahrer“, sind beides großen Drachenführer (=Kapitän), sie befinden sich seit jeher in Streit. Dieser soll nun durch einen Wettstreit um den König der Meere beendet werden. Der Grund für ihre gegenseitige Antipathie, hat tiefere Wurzeln. Dies gilt jedoch im Laufe der Reihe zu entdecken.

80 Wochen und 12 Meisterhafte Aufgaben müssen sie sich mit ihrer Ottajasko (=Schiffsmannschaft) stellen, um den Ruhm und den Titel als König der Meere zu erringen.

So hell und schön das Cover auch ist, der Prolog beginnt sehr düster und nichts für zart beseitete.  Doch nachdem ich vier der Bände gelesen habe, ist mir auch klar, dass dieser Prolog so sein musste wie er war, den Charakter der immer wieder eine größere Rolle spielt, formte den Charakter zu dem der er ist und erklärt wieso es Dinge tut, die jemand anderer, einen Antagonisten zusprechen würde, aber letztendlich unterstützt man es insgeheim und genau das hat eben der Prolog vollbracht.

Kurz zusammengefasst erzählt es eine Geschichte, einer jungen Frau der etwas schlimmes widerfahren ist und sie sich deswegen auf einem blutigen Racheakt befindet.

Dann macht die Geschichte mit dem Ende des Prologes einen Abbruch und wir beginnen zu einer ganz anderen Zeit und mit anderen Charakteren. Beide Mannschaften müssen nun ihre Ottajasko auserwählen um die erste Aufgabe des Wettkampfes zu bestreiten.

Wie fand ich den ersten  Band? 

Die vielen Charaktere, Orte, begrifflichkeiten, Magiesysteme, Religionen und die neuen Sprachen, haben mich so richtig aus meiner Comfortzone geholt, wurde jedoch dafür mit einem perfekten High-Fantasy Setting belohnt.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive, aus dem jeweiligen Charakter bzw. Ottajasko Mitglied erzählt. So kann sich jeder seinen Lieblingscharakter aussuchen. Dies kann aber auch ein Nachteil sein. Ich habe zum Beispiel unglaublich gerne die Perspektive von Ursa gelesen, aber leider kam sie wirklich zu kurz. Die meisten Charaktere denen wir begenen erhalten aber ihre eigene Geschichte, Gottheiten, Sprachen und Legenden.

Mich hat dieser erste Band der 12-teiligen Reihe absolut überzeugen können. Aus diesem Grund habe ich entschieden diese Reihe weiter zu verfolgen.

 

Band 2 Himmelsturm

 

 

Keine Sorge! Ich werde nicht anfangen zu Spoilern und irgendwas vorwegnehmen. Aber  man sieht ja bereits auf der Karte, dass wir nicht viel auf See unterwegs sind, in diesem Teil der Saga. Da aber die Geschichte des Himmelsturm wirklich viel zu erzählen hat, kommt die Spannung nicht zu kurz. Die Aufgabe dieses Bandes ist, das Geheimnis, des Himmelsturms zu ergründen und danach zurück kehren. 

Dieser Band hatte eine sehr düstere und gruselige Stimmung á la Geisterhaus, ein wenig in die „Frankenstein“ Richtung.

Ich konnte den zweiten Band mehr genießen, weil mir die vielen Charaktere bereits bekannt waren und ich gut in den Schreibstil und den unbekannten Vokabular eingefunden habe. 

Somit dachte ich, das wird sicherlich mein liebster Band der Reihe bis „Die Wölfin“ kam:

Band 3 Die Wölfin

 

Der Prolog in Band drei ist diesmal kürzer, aber dafür kommen wir im Laufe der Geschichte. zu dem Charakter aus dem Prolog zurück. Deswegen kam ich mit der kürze gut zurecht.

Wie man auf der Karten sieht. sind wir mehr auf dem Festland unterwegs. Das bedeutete aber auch das Phileasson vor der Aufgabe stand. seine Ottajasko (Mannschaft) auch auf Land zusammen zu halten und zu führen. Denn schnell bildeten sich Grüppchen weil sie nicht mehr gemeinsam rudern mussten und sozusagen nicht mehr am gleichen Strang zogen.  Der thematische Kern des Plots liegt auf einer kursierenden Seuche.

Leider finde ich das sie fast zu sehr von der Brutalität des ersten Bandes abgekommen sind, dass es fast zu seicht geworden ist. Ich meine, man wird doch nicht König der Meere, ohne ab und zu, die Grenzen zu überschreiten. Da es sich ja nicht um ein Jugendbuch handelt, sollte man schon etwas mehr Ehrgeiz von Phileasson erwarten.

Dieser Band hatte ein absolutes Herr der Ringe feeling und hat mich zudem, ein wenig an einen historischen Roman erinnert. Ich denke es ist von allen vier Bänden mein Lieblingsband, obwohl es sich vielleicht das Treppchen mit Band vier teilen muss:

 

Band 4 Silberflamme

 

Der Prolog endet mit einem absoluten Kliffhänger,  wie die Legende im Prolog weitergeht müssen unsere Seefahrer herausfinden…

Dieser Band hat eine interessante Storyline, in Verbindung einer Verstrickung einer Legende, außerdem tollen Settings von riesigen Mauern die von Zwergen erbaut wurden und modrigen, muffigen Sumpfgebieten. Eins meiner liebsten Settings der Reihe bisher. Die Charaktere sollten aber langsam vielseitiger werden. Sie bekommen alle ihre Merkmale, brechen aber so gut wie nie daraus hervor. Darum handeln sie auch immer nach einem bestimmten Schema, welches die Autoren ihnen zugesprochen haben. Erst gegen Ende des vierten Bandes, haben ein paar der Charaktere größere Entwicklungen machen dürfen. Ich hoffe sehr, dass sich das so durch die weiteren Bände durchziehen wird.

Ich habe alle Bände hintereinander gelesen, daher waren für mich die Wiederholungen der Vorgängerbände eher unnötig, aber nicht unpassend. Ich werde es sicherlich mehr wertschätzen, wenn ich dann auf die Erscheinung der nächsten Bände warten muss und mehr Zeit dazwischen habe.

Mein Fazit:

Endlich wieder eine High-Fantasy Reihe die zwar das Rad nicht neu erfindet aber doch ein neues Setting vorgibt. Mit markanten Charakteren, spannenden Abenteuern, düsteren Settings und einer Wikinger Atmosphäre. Somit meiner Meinung nach, eine verdiente Nominierung des Deutschen Phantastik Preises 2018.

 

Wenn ihr mehr über die Phileasson Sage erfahren wollt. Besucht diese Webseite: www.phileasson.de

Stimmt ab für den Deutschen Phantastik-Preis:

http://www.deutscher-phantastik-preis.de

Weitere Rezensionen:

der quâtspreche

Amazone Links:

Die Phileasson-Saga – Nordwärts: Roman (Die Phileasson-Reihe, Band 1)

Die Phileasson-Saga – Himmelsturm: Roman (Die Phileasson-Reihe, Band 2)

Die Phileasson-Saga – Die Wölfin: Roman (Die Phileasson-Reihe, Band 3)

Die Phileasson-Saga – Silberflamme: Roman (Die Phileasson-Reihe, Band 4)

 

 

 

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5 Kommentare zu „Über die Reihe zum nominierten für den deutschen Phantastik Preis

  1. Liebe Svetlana,
    was für eine tolle und umfangreiche Rezension.
    Ich habe bisher noch nichts von Hennen oder Corvus gelesen, aber ich muss sagen, du machst wirklich Lust darauf!
    Allerdings stehe ich mit HighFantasy ein bisschen auf Kriegsfuß 😉
    Aber diese Saga kommt auf jeden Fall mal auf die Wunschliste:)

    Alles Liebe,
    Ella

    Gefällt 1 Person

    1. Guten morgen Ella,
      ich habe bis dahin auch noch nichts von beiden Autoren gelesen. Eigentlich auch schon lange kein High-Fantasy. Aber ich bereue es nicht, hab dadurch auch wieder richtig Lust darauf bekommen.
      Ich hoffe du liest mal rein und gibst Phileasson und seiner Ottjasko eine Chance 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Lana

      Gefällt mir

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