Aus der Kategorie „Bücher die ich lesen wollte, bevor ich gehe“

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Ganz weit oben: „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“

768 Seiten ( meine Auflage: S. Fischer; Auflage: 1. (1. Oktober 1997) )

… erschien 1901 und ist ein Frühwerk des Autors Thomas Mann. Er erhielt 1929 für dieses Buch den Litertur-Nobelpreis. Es gilt als „der“ erste Gesellschaftsroman und ist auch ein autobiographisches Buch, denn Thomas Mann lies viel von sich selbst einfließen und bediente sich an existierenden Personen und Ereignisse der Zeitgeschichte. 

Thomas Mann erzählt die Geschichte der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook. 

Wir erfahren Generationen übergreifend, beginnend mit dem Tod „Johann Buddenbrook“ ( angelehnt an seinem Großvater „Johann Mann“) und der Überschreibung der Firma an seinen Sohn die gegründete Firma (1768) „Johann Buddenbrook“. 

Es ist nicht möglich über einen bestimmten Protagonisten zu reflektieren. Aber wenn ich mir jemanden herausnehmen dürfte dann wäre es Antonie (angelehnt an seiner Schwester „Elisabeth Mann“) . Sie war für ihre Verhältnisse, eine Frau die genau wusste was sie wollte. Um ihre Familie weiterhin zu stärken, heiratet sie aber dennoch nicht den Mann denn sie wollte, sondern den, den ihre Eltern für sie als gute Partie erwählt  haben. Über das ganze Buch wird Antonie ihr Glück nicht finden. Aber sie behält ihre Stärke bei.

Es ist keine Geschichte über den Verfall einer Familie, sondern eher der einer Familie die einen natürlichen Entwicklungsprozess durchläuft. In dem nicht alle Kinder den Ruf des Vaters und den Großvaters folgen, sondern ihren Talenten und Chancen nutzen. Umso mehr Kinder, der jeweiligen Generationen, ihren eigenen Weg gehen, umso selbstverständlicher wird es. Was jedoch nicht unbedingt dazu beiträgt das Geschäft der Familie zu stärken. 

Auch erleben wir viele Tragödien und Schicksale und den Wandel der Gesellschaft in ihrer Zeit. Somit wurde das Buch gegen Ende sehr melancholisch auch philosophisch. Als Thomas über den Tod schrieb habe ich die Zeilen mehrmals lesen müssen: 

„Was war der Tod? Die Antwort darauf erschien ihm nicht in armen und wichtigtuerischen Worten: er fühlte sie, er besaß sie zuinnerst. Der Tod war ein Gück, so tief, daß er nur in begnadeten Augenblicken, wie dieser ganz zu ermessen war. Er war die Rückkunft von einem unsäglich peinlichen Irrgang, die Korrektur eines schweren Fehlers, die Befreiung von den widrigsten Banden und Schranken – einen beklagenswerten Unglücksfall mache er wieder gut.“ Seite 657

Am meisten hat mich die Sprache und Ausdrucksweise von Thomas Mann beeindruckt. Auch wenn ich so einige Schwierigkeiten mit der Verständnis der Dialekte hatte. Dies gab jedoch den Personen einen starken Wiedererkennung Wert. 

„Individualität!…Ach, was man ist, kann und hat, scheint arm, grau, unzulänglich und langweilig; was man aber nicht ist, nicht kann und nicht hat, das eben ist es, worauf man mit jenem sehnsüchtigen Neide blickt, der zu Liebe wird, weil er sich fürchtet, zum Haß zu werden.“ Seite 657 

Egal was ich nun über dieses Buch schreibe, es wird dem Inhalt nicht gerecht. Somit belasse ich es dabei einfach mal wieder einen kleinen Anstoß  zu geben, dieses Buch wenn noch nicht, dann doch mal zur Hand zu  nehmen. Ich verlinke auch meine *Ausgabe die eine große Kaufempfehlung ist. Der Leineneinband ist nicht nur ein Hingucker, die Qualität des Einbandes sowie der Seiten sind wirklich toll.

Fazit: 

Es ist ein Klassiker, der es Wert ist gelesen zu werden. Nicht trotz seiner Länge, sondern gerade wegen seiner Länge, erhält dieses Buch einen ganz festen Platz in meinem Herzen, mit seiner Sprache und seinen Protagonisten.

 

 

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2 Kommentare zu „Aus der Kategorie „Bücher die ich lesen wollte, bevor ich gehe“

  1. Hallo Lana (darf ich Dich überhaupt so nennen?),
    Danke für diese tolle Rezension. Nachdem ich „Der Zauberberg“ von Thomas Mann gelesen habe, hatte ich ja erstmal genug von Mann. Du hast mir aber jetzt wieder richtig Lust auf einen Mann (also den Autor) gemacht. Ich habe ja derzeit mein UK-Lesejahr, aber nächstes Jahr will ich wieder kunterbunt lesen und ich bin mir jetzt sicher, dass dann „Die Buddenbrooks“ dabei sein werden.
    Liebe Grüße aus Wien und knuddle auch Dein armes, armes Hunderl von mir *g*
    Conny

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Conny :)))
    Du darfst mich gerne Lana nennen. Ich habe ja irgendwie total Respekt vor „Der Zauberberg“. Wie meinst du das mit „genug“ war es schwierig zu lesen? Oder weil es so umfangreich ist. Ich finde Buddenbrooks hat sich gut lesen lassen. Ich habe mir daher bewusst eins seiner Frühwerke ausgesucht. Freue mich natürlich sehr dir Lust auf dieses Buch gemacht zu haben.
    Ganz liebe Grüße von mir uns meinem Hunderl aus dem Allgäu. 🙂

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