Blanca – Mercedes Lauenstein

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Blanca – Mercedes Lauenstein

256 Seiten – Aufbau Verlag

In diesem Buch erzählt Mercedes Lauenstein aus der Ich-Perspektive eines neun bzw. fünfzehnjährigen Mädchens, dass ein unfreiwilliges Vagabunden Leben, wegen und mit  ihrer Mutter lebt. Sie bleiben nie lange an einem Platz, somit hat Blanca nie die Möglichkeit sich irgendwo zugehörig zu fühlen, oder Freundschaften zu entwickeln zu lassen.

Ihre Mutter bringt beide irgendwie  mit schmeichlereien, schnorren und Gelegenheitsjobs als Kellnerin durch. Sie nimmt Blanca die Möglichkeit sich zu entwickeln, weil alles was die andern tun schlecht ist. Weil nur sie das beste Leben haben, wenn man frei wie ein Vogel sein kann, das trifft vielleicht auf Erwachsene zu, Blanca wünscht sich jedoch Beständigkeit und die Möglichkeit eine Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen, außer ihrer eigenen Mutter. 

Selbst in eine Bücherwelt lässt ihre Mutter sie nicht flüchten:

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„Diese Bücher sind Weichspüler für deine Seele. Weißt du, was man eigentlich in den Kinderbücher schreiben sollte? Die ganzen bösen, dunklen, gruseligen Geheimnisse. Das von den perversen Säcken und behinderten Krüppeln und bösen Tieren.“ Zitat: Seite unbekannt / Ebook Version

Blanca beschließt  ihre Mutter zu verlassen und beginnt Geld zu sparen. Sie möchte zurück nach Italien, den Ort wo sie eine kurze Zeit am glücklichsten war und die einzige Person treffen, zu der sie so etwas wie eine Freundschaft aufgebaut hat.

„Ich hatte noch nie jemanden in meinem Alter getroffen, dem es reichte, zu zweit zu sein. Vor allem nicht, zu zweit mit mir.“ Zitat ebook Format

Die Reise treten wir somit im laufe der Geschichte, mit Blanca alleine ohne ihre Mutter an, wenn auch wir in  Flashbacks immer wieder zu ihrem Leben mit ihrer Mutter zurück kehren.

Ich war sehr interessiert, wie es Blanca schaffen wird, aus dem eingezwungen Leben auszubrechen und sich zu entwickeln. Ich habe mich so über die vermeidlichen Lebensweisheiten ihrer Mutter geärgert, und darüber wie ausgeliefert Blanca ihrer Mutter war. Schließlich glaubt man den Eltern in diesem Alter alles und trägt dadurch zu ihrer Entwicklung bei.

Dennoch war es ein eher ermüdender und ereignisloser Geschichtsverlauf. Sobald ich dachte, ich komme nun weiter in der Geschichte, wirft es einen wieder zurück in die Vergangenheit und man muss etwas ähnlich ärgerliches mit ihrer Mutter erleben. Die Sätze sind sehr kurz und die wiederholenden Verben fand ich im Lesefluss nicht angenehm, als Beispiel: „Schwimmen. Schwimmen. Schwimmen“.

Ich hatte wirklich Schwierigkeiten das Buch zu Ende zu lesen und hatte nie wirklich die Lust es zur Hand zu nehmen. Zu Ende gelesen habe ich es nur, weil ich dennoch wissen wollte, wie die Geschichte für Blanca ausgehen wird und weil ich es als Rezensionsexemplar von NetGalley erhalten habe.

Fazit:

Interessanter Start, leider nimmt die Geschichte keine richtige Fahrt auf. Ich konnte für mich leider keinen Mehrwert ziehen. Das Buch wollte zu viel vermitteln einerseits und riss Themen an ohne sie richtig zu Ende zu bringen, andererseits bewegten wir uns an vielen Stellen zu sehr im Kreis. Leider eine Kombination die für mich als Leser nicht funktioniert hat.

 

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