Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

 

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Maja Lunde – Die Geschichte des Wassers

480 Seiten – btb Verlag

Maja Lunde schreibt ihr zweites Buch in dieser Form. Während sie im ersten Band sich ganz der Geschichte der Bienen gewidmet hat, können wir hier über die Geschichte des Wassers lesen. Diesmal haben wir anders als im ersten Band zwei Geschichten, die im Jahr 2017 in Norwegen und 2041 in Frankreich spielen. Diese beiden Geschichten werden im Kaptitelwechsel erzählt.

Signe 2017 Norwegen: 

Signe kehrt in ihre Heimat als alte Frau zurück mit einem bestimmten Ziel. Sie will nicht bleiben, aber sie erinnert sich an ihre Kindheit zurück: „Diese Zeit als ihre Mutter ihr im als Geburtstagsgeschenk im Sommer Schnee gebracht hat, damit sie einen Schneemann bauen kann“. Schon damals verstand Signe, dass es nicht richtig war. Heute als alte Frau steht sie vor den Gletscher und sieht den Männern dabei zu, wie sie mit Kettensägen blockweise den Gletscher abtransportieren, damit reiche Ölscheiche ihre Getränke gekühlt, mit den besten Gletschereis genießen können. Eisberge in Miniformat.

„Ich kann nicht alles zerstören, aber das hier kann ich zerstören. Ich kann nicht bei allem aufschreien, aber hier kann ich es. Ich kann das Eis ins Meer kippen und verschwinden.“

Zitat aus Seite 55

David Frankreich 2041

Seid fünf Jahren dauern nun der immerwährende Sommer an. Langsam bleibt auch David und seiner Familie keine andere Möglichkeit, als das Land zu verlassen. Die Brände wüten durch Frankreich. Leider wurden David und seine Tochter, von seiner Frau und seinem vier jährigem Sohn getrennt. Er war sich sicher, sie an der Grenze wieder zu treffen, doch seine Frau ist dort nie angekommen. Er bleibt mit seiner Tochter in der Flüchtlingsunterkunft und hofft auf ein baldiges Wiedersehen. Essen , trinken, waschen das ist das höchste Ziel geworden.

„Früher hatte die Sonne ihre Kraft darauf gerichtet, das Wasser zu verdampfen. Als es keine Feuchtigkeit mehr in der Erde gab, richtete sie ihre Kraft auf uns.“

Zitat aus Seite 35

Ich habe die ersten 200 Seiten wirklich verschlungen ohne es aufmerken. Durch die Kinderperspektive von Davids Tochter, konnte Maja Lunde viele fragen stellen und beantworten, oder einfach nur zum denken anregen. Es ist ein wichtiges Buch, um nicht zu vergessen, dass wir mit unseren scheinbar täglichen immer vorhanden Ressourcen verantwortungsvoll umgehen müssen. Die Geschichte erzählt also was passiert davor und passiert danach?

Unabhängig davon wie wichtig dieses Buch und wie augenöffnend es ist, aus der Sicht eines Romanes mit 480 Seiten, hat es mich aber der Hälfte leider gelangweilt. Maja Lundes Sprache ist sehr ruhig und gibt dem Buch eine gewisse Stille und Melancholie, das genau richtig für diese Art von Geschichte ist. Dennoch hat es sich leider ab der Hälfte, aus diesem Grund nur noch mühselig lesen lassen. Ab dem Zeitpunkt an dem  wir mit den Charakteren da angekommen sind, wohin wir wollten, passiert sehr wenig. Dies lässt die Augen beim lesen schwer werden.

MEIN FAZIT: 

Ein wichtiges Buch, für die Erinnerung mit unseren Ressourcen richtig umzugehen. Aber leider aber der Hälfte, nur noch mühselig zu lesen, aufgrund der leisen Stimme des Buches kombiniert mit einem ruhigen Plot.

 

 * Bildschirmfoto 2017-12-31 um 17.59.54

 

Weitere Bücher der Autorin:

*Die Geschichte der Bienen: Roman

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Ein Kommentar zu „Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

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