Über Haruki Murakami und Die Ermordung des Commendatore I

 

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Haruki

Die Ermordung des Commendatore I

Seit dem ersten Buch, dass ich von diesem Autor gelesen habe ( Die Pilgerreise des Farblosen Herrn Tazaki ), bin ich ein großer Fan des Autors geworden. Seine unverwechselbare Schreibweise und der Aufbau seiner Geschichten, heben sich von all dem ab, was ich bis dahin gelesen habe. Sodass ich ein Buch, nach dem anderen, des Autors verschlungen habe. Ich konnte, nach ein paar Büchern feststellen, dass der Autor sich stets treu bleibt, dies kann sich positiv, aber auch negativ auswirken. Nach ein paar seiner Werken, musste ich feststellen, das Gefühl zu haben, immer von ein und dem gleichen Protagonisten zu lesen. Die Dialoge sind ebenfalls immer nach einem gewissen Schema aufgebaut, meist jedoch sehr holzig und realistätsfremd. Was mich zu beginn sehr begeistert hat, stößt nun zu  mehr, auf ein Gefühl von „ich habe genug davon“. Magischer Realismus, Katzen, Musik, die Beziehung zu Mann und Frau, Sex, treue und die untreue, dass ist sind immer wieder Themen, die in den meisten seiner Bücher nicht fehlen.

Dies hört sich jetzt alles recht negativ an, aber wenn es ein Autor schafft, dass ich ein Buch nach dem anderen von ihm verschlinge, macht er einfach was richtig. Ich höre oft solche Aussagen wie: „Ich liebe seine Bücher, kann aber nicht genau betiteln, woran das liegt“ und genauso geht es mir auch. Man hat einfach das Gefühl, nicht nur in eine andere Welt, sondern irgendwie auch in ein anderes Universum einzusteigen. Alle die Bücher leidenschaftlich gerne lesen, suchen nach genau diesen Erlebnissen.

Nun zu seinem neuesten Buch das in zwei Teilen erscheinen wird. 

Unser Ich-Erzähler ist Porträtmaler, übt den Beruf aber nur aus, weil er damit wirklich Geld verdienen kann. Seine Kunden müssen nicht stundenlang Modell stehen, es reicht ein ausführliches Gespräch. Nur so kann unser Protagonist, wirklich ein Bild, einer Person malen und seine wirklichen Wesenszüge, einfließen lassen.

Doch als ihn seine Frau nach sechs Jahren Ehe verlässt, kündigt er in seiner Agentur, die ihm Kunden vermitteln und streift durchs Land. Irgendwann kehrt er zurück,  und bietet seinen ehemaligen Chef, um Hilfe eine bleibe zu finden. Dieser bietet ihm an, in dem Haus seines Vaters, der selbst ebenfalls Künstler war, zu bleiben. Er willigt dankend ein, und zieht sogleich ein.

Obwohl er entschlossen ist, nicht mehr zu malen, nimmt er einen Job als Kursleiter für einen Malkurs an, um einen kleinen Nebenverdienst zu haben. Bis er ein sehr lukratives Angebot erhält, einen reichen Mann zu porträtieren. Doch schnell stellt sich heraus, dass er vor einer großen Herausforderung steht, denn dieser Mann macht es ihm nicht leicht in seine Seele zu blicken.

Wieso aber der Buchtitel „Die Ermoderung des Commendatore“ ? Während der Protagonist, in dem Haus des Künstlers lebt, ruft ihn eine unsichtbare Kraft, in den Dachboden. Dort entdeckt er das Gemälde mit dem Titel : „Die Ermoderung des Commendatore“ . Diese Bild wird ebenso wie der mysteriöse neue Mann, viel Einfluss auf sein Leben nehmen.

Wie ich es fand: 

Neben „Kafka am Strand“ und „Naokos Lächeln“ finde ich dieses eins seiner besten Werke, die ich bisher gelesen habe. Es ist sehr vielschichtig und weicht von seinen bisherigen Charakteren und Menschenbilder ein wenig ab. Hier nimmt nicht eine Frau, den größten Einfluss, auf sein Leben, sondern ein Mann und ein Bild. Der Hausbesitzer ist ein berühmter Nihonga Maler, somit konnte man Einblicke in die japanische Malerei erhalten. Das Buch nimmt eher langsam an Fahrt auf, aber ist man erstmal drin, wird man wieder Murakami typisch in den Bann gezogen.

Wieso Murakami nicht, auf wirklich den sehr nüchtern und grob geschrieben Sex verzichten kann, bleibt mir ein Rätsel. Auch eine provokante Unterhaltung über die nicht wachsen wollenden Brüste mit einer 7.Klässlerin, finde ich völlig unnötig. Übrigens wer „Der große Gatsby“ und „Wahn“ von Stephen King gelesen hat, wird sich heimisch fühlen.

Wie man merkt, ist dieses Buch sehr vielschichtig und daher absolut Lesenswert. Sicherlich nutzt man die wachsende Popularität des Autors, wieso sonst, sollte man das Buch in zwei, aufteilen, mit drei Monaten Wartezeit auf den zweiten Band.

Nun ja es funktioniert, denn ich werde mir auch den nächsten Band, zur Gemüte führen.

 

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7 Kommentare zu „Über Haruki Murakami und Die Ermordung des Commendatore I

  1. Hallöchen,
    endlich komme ich dazu bei Dir mal vorbeizukommen und was erblicken meine Augen? Eine Rezension von einem meiner Lieblingsschriftsteller Haruki Murakami. Seine Roman flashen einem regelrecht, übein einen derartigen Sog aus und ziehen einem in eine unbekannte Welt, die so verquer und schräg ist, aber der man sich trotzdem nicht entziehen kann. Lange habe ich kein Buch mehr von ihm gelesen und knapp hintereinander schaffe ich es auch nicht, da einem die wirklich in einem hängen bleiben (besser kann ich es leider nicht beschreiben). Ich brauche dazwischen immer eine kürzere oder manchmal längere Pause *g*. Ein Autor der es drauf hat einem im Gedächnis zu bleiben.
    Vielen Dank für diese tolle Rezension!
    Liebe Grüße aus Wien
    Conny

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für dein tolles Feedback. 😊 Ich weiß genau was du mir verquer und schräg meinst. Man kann jemanden der nie einen Murkamki gelesen hat, gar nicht richtig beschreiben, in was für eine Welt man sich in seinen Büchern begibt.

      Gefällt 1 Person

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