Rezension – Schneemann

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Schneemann

(Harry-Hole-Krimi, Band 7)

– Jo Nesbø

Erschienen im Ullsteinverlag am 09. September 2017 – 512 Seiten – Taschenbuch – 12,00 €

 

Jo Nesbø ist ein bekannter Norwegischer Autor. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Kriminalromane, die in 47 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet wurden. Mein erster Kontakt zu diesem Autor, war ein Radio Interview, bezugnehmend zu seinem neuen Buch *Durst das den 11. Fall von Harry Hole erzählt. Nach einer Empfehlung einer Freundin habe habe ich zuerst jedoch zu *Schneemann gegriffen, nicht zuletzt, da der Film zu diesem Buch aktuell in den Kinos läuft.

Worum geht es den in diesem Fall ? 

Harry Hole’s (Hauptkommissar im Morddezernat in Oslo) Ermittlungen beginnen mit dem Verschwinden einer Frau, nun bleibt es jedoch nicht nur bei dieser einen Frau, es verschwinden immer mehr Frauen. Die einzige Gemeinsamkeit ist ein Schneemann im Garten, der ein Kleidungsstück des Opfers trägt. Viel mehr darf man bei einer Kriminalgeschichte auch gar nicht erzählen, schließlich leben diese Geschichten meist vom Plot.

Ich habe schon eine Zeitlang nicht zu einem Krimi gegriffen, das liegt ganz einfach daran, dass ich zu viele davon gelesen habe und diese ermüdeten sich wiederholenden Geschichten nicht mehr ansprechend fand. Ich bereue jedoch nicht zu in diesem Buch gegriffen zu haben, sondern vielmehr diesen Autor so lange nicht für mich entdeckt zu haben.

In Kriminalromanen vermisse ich meist die Atmosphäre oder die gut  ausgearbeiteten Charaktere und Protagonisten. In diesem Band, war ich sehr über die Detailverliebtheit, zur Beschreibung der Atmosphäre überrascht und habe die Kälte förmlich gespürt. Da ich, in Band sieben eingestiegen bin, musste ich mich natürlich, ein wenig in den Protagonisten Harry Hole einarbeiten. Der Kommissar ist kein Charakter, dass man noch nicht kennt. Eheprobleme, neigt zu Alkoholismus hat einen Sohn der jedoch nicht sein leiblicher ist, aber wie einer behandelt wird. Trotzdem war er für mich eine Person die ich gerne verfolgt habe, er konnte sich von den Charakteren aus diesem Schema  dennoch abheben.

Die Ermittlungsarbeiten waren ebenfalls nicht nach Schema F. Ich musste mir nicht endlose Befragungen, „gefühlte“ endlose Ermittlungsarbeit durchlesen um gegen Ende des Buches endlich den großen Knall zu erhalten. Jo Nesbø  hat mich immer wieder auf die falsche Fährte gelockt, mit einer rasant erzählenden Geschichte, in der immer etwas passiert ist. Wir lernen viele Charaktere kennen, da ist eine gute Konzentration gefragt, aber genau das finde ich großartig. Ich möchte beim lesen gefordert werden, und das hat der Autor auch geschafft.

Mein Fazit:

Ein Autor den man für sich entdecken kann. Wer gelangweilt von vielen 0815 Krimis ist, mit endlosen Ermittlungsarbeiten bis endlich mal der große Knall kommt, ist bei diesem Buch genau richtig.

 

 

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